Zucchini und Tofu mit Mango-Limetten-Sauce auf schwarzem Quinoa

Ein echt abgefahrenes und leckeres Gericht, das uns an einem Frühlingstag eingefallen ist. Schnell zu kochen, leicht zu verdauen und voller Energie! 

(Für zwei Personen)

  1. Je nach Hunger ein bis zwei Tassen Quinoa mit der doppelten Menge Wasser 10 Minuten aufkochen, dann noch einmal 10 Minuten ziehen lassen, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Zwei kleine oder eine große Zucchini mit einem Stück geräuchertem Tofu (wer es insgesamt noch fruchtiger mag, kann auch ein Mango-Tofu nehmen) aus dem Bio-Supermarkt gewürfelt in die Pfanne geben und mit etwas Raps-Öl anbraten. Die Dauer richtet sich nach der gewünschten Bissfestigkeit der Zucchini. Für unseren Geschmack darf man ruhig noch etwas zu kauen haben.  
  3. Ein halbes Glas Mango-Limetten-Chutney (100 Gramm) mit etwas zusätzlichem Limetten- oder Zitronen-Saft, einem ordentlichen Schuss Olivenöl, Pfeffer, Salz und frischem, gepresstem Knoblauch abschmecken. Dann einen Esslöffel Speisestärke in einem halben Glas Wasser auflösen und in einem kleinen Topf mit der Sauce aufkochen.
  4. Die Zucchini und den Tofu auf ein Quinoa-Bett geben, mit der Mango-Limetten-Sauce beglücken und noch etwas fein geschnittene Petersilie drübergeben.
  5. Vom frisch-fruchtigen Frühlings-Geschmack überraschen lassen! 

In Peru haben wir Jonas Kecskemethy im Restaurant Vida Mar besucht, wo er diese Saison - nach Stationen in Neugrüns Köche (Berlin) und Papaya Playa (Tulum) - das Küchenteam aufgebaut und geschult hat. Eine Ode an frische Zutaten und Augenschmaus. 

Rucola-Brokkoli-Suppe mit gerösteten Mandeln 

Es musste schnell gehen und wir hatten nur Grünes im Kühlschrank, wollten keine Kohlenhydrate und siehe da: wie so oft macht Not erfinderisch. Unsere Entdeckung von gestern war also ein köstliches Experiment, das wir gerne mit Dir teilen.

(Rezept für 2 Personen)

  1. Brokkoli gnadenlos in große Stücke schneiden und inklusive Strunk und drei Knoblauchzehen in einen Topf mit einem Finger breit Wasser geben. Deckel drauf und dünsten.
  2. Parallel gehobelte Mandeln in einer Pfanne anbräunen (wenn Du die Temperatur nicht voll hoch drehst, geht es langsamer und Du kannst die Bräune einfacher kontrollieren).
  3. Wenn der Brokkoli gar ist ein Schälchen Rucola-Salat und ein Glas Mandelmilch in den Topf geben und mit dem Zauberstab pürrieren bis es schön cremig wird, dabei nach Bedarf Mandelmilch nachgießen. Wir wollen ja keinen Brei sondern ein Süppchen. 
  4. Mit etwas Gemüsebrühe, Pfeffer, gemahlenem Kreuzkümmel (nur ganz wenig, schmeckt stark durch!), Currypulver und einem Schuss Limettensaft  vorsichtig abschmecken!
  5. Geröstete Mandeln drüberstreuen.
  6. Langsam und genüsslich löffeln! Wir haben nach dem Foto noch veganen Sauerrahm (Soyananda) dazugegeben, Creme Fraiche etc. geht natürlich auch!

PS: Nach dem Kochen haben wir noch mal im Netz nach ähnlichen Rezepten geschaut und herausgefunden, dass zum Beispiel Gwynthe Paltrow eine ähnliche Suppe als Teil einer Detox-Kur empfiehlt. 

Vor nicht allzu langer Zeit trafen wir unseren peruanischen Freund und Chef Rafael Oesterling in seinem Restaurant El MERCADO in Lima. Ein kurzes, genüssliches Intermezzo.

Wintersuppe mit Maronen, Sellerie und Äpfeln

Da eine Suppe – gleichförmige Fläche ohne Struktur – superschwierig zu fotografieren ist und wir bisher alle Versuche wieder in die Tonne gekloppt haben (nur die Fotos, die Suppen haben wir alle verspeist), haben wir heute noch mal einen Versuch gestartet. Das Ergebnis ist schon mal ein Anfang. Wir haben schon ein paar Ideen, wie es noch besser geht. 

Die Suppe selbst ist ein Gedicht. Wer es hinkriegt, dass die Maronen geschmacklich im Vordergund stehen, der Apfel seine Säure und Süße dezent entfalten kann und der Sellerie die Brücke schlägt ohne sich in den Vordergrund zu spielen, wird sie wahrscheinlich eben so lieben wie wir.

(Rezept für 2 Personen)

  1. Eine mittelgroße Zwiebel, zwei Selleriestangen und zwei große Äpfel in kleine Stücke schneiden und in einem Topf mit Butter oder Öl (wir haben Rapsöl genommen) anschwitzen.
  2. 400 Gramm fertig gekochte und geschälte Maronen (kann man so kaufen) dazugeben, sich aber noch eine Marone für die Verzierung aufheben. 
  3. 1/2 Liter Wasser dazugeben, aufkochen und eine Runde köcheln lassen.
  4. Ein Glas Mandel-Milch (kann auch ein halber Becher Sahne sein oder Soja Creme) dazugeben und mit dem Zauberstab so lange pürieren, bis es fein und cremig wird. Wenn es noch zu dickflüssig ist noch etwas Wasser nachgiessen bis die Konsistenz stimmt.
  5. Mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.     
  6. Die Marone in schmale Scheiben schneiden. 
  7. Suppe servieren und einen Schuss Soja-Sahne (kann natürlich auch Sahne sein) in der Mitte platzieren, dann mit einer oder mehreren Maronen-Scheibchen krönen. 
  8. Jeden Löffel genießen. 

Gebackener Kürbis auf Spinat und Curry-Limetten-Soße

Helloween ist zwar längst vorbei, aber wir können uns immer noch nicht vom Kürbis losreissen. Und in dieser Saison ist uns tatsächlich ein Gericht gelungen, dass wir so in dieser Form noch nirgends gesehen, gelesen, gehört, geschweige denn gegessen haben. Bei der Premiere war keine Zeit für Fotos und heute abend, fast zwei Wochen vor Weihnachten, wurde es nachgekocht, verfeinert, fotografiert und Gabel für Gabel genossen. Und so kommt Ihr auch in den Genuss:

(Für zwei Personen)

  1. Einen mittelgroßen Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren, entkernen und eine Hälfte mit Schale in große, aber noch mundgerechte Stücke schneiden (die andere Hälfte in den Kühlschrank und in den nächsten Tagen verwenden).
  2. Stücke auf ein Backblech mit Backpapier legen, mit Rapsöl (anderes Öl geht natürlich auch, aber der Geschmack von Rapsöl  passt sehr gut) beträufeln, Zimt und Kurkuma drüberstreuen und in den auf ca. 250 Grad vorgeheizten Ofen schieben.
  3. Eine rote Zwiebel in einem Topf in Olivenöl anschwitzen. Ungefähr 250 Gramm Blattspinat ohne Stiele und ein halbes Glas Wasser hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel dünsten. Ab und zu umrühren.
  4. 200 Gramm Soja-Creme mit Currypulver, Kurkuma, Limettensaft, frischem Knoblauch und Salz abschmecken. 
  5. Spinat vom Herd nehmen (dürfte jetzt fertig sein. Ansonsten dünstet er im Topf noch etwas nach)
  6. Gehobelte Mandeln in einer Pfanne schön braun anbraten. 
  7. Spinat mit Kreutzkümmel, Salz und Pfeffer würzen.
  8. Die Sauce auf beide Teller verteilen. Den Spinat ebenfalls. Dann die Mandelsplitter drüberstreuen. Die angebratenen Kürbisstücke kommen oben drauf und werden noch mit einem Balsamico-Sirup verziert.
  9. Freuen uns auf Kommentare, Kritik, Anregungen und Nachkoch-Berichte.  

Seitan mit Sesam, Ingwer und Wurzelgemüse

Es sollte heute Abend unbedingt etwas veganes und leichtes sein und im Vorratsschrank wartete noch eine Portion Seitan auf uns. Heute also die Gelegenheit, das hierzulande noch recht exotische Weizen-Eiweiß-Produkt zu probieren. (Wer eine Glutenunverträglichkeit hat, kann statt Seitan auch Tofu verwenden.) Das neue Kokosöl war auch noch nicht zum Einsatz gekommen. Worauf also warten? Let`s go. 

  1. Wurzelgemüse (in diesem Fall Karotten, Kohlrabi, Fenchel) in mundgerechte Stücke schneiden, mit zwei gehackten Knoblauchzehen in Kokosöl anbraten, etwas Wasser dazugeben und bei geschlossenem Deckel dünsten.
  2. Sesam anrösten, bis er anfängt zu poppen (hey, nicht lachen. Ihr werdet schon hören was wir meinen) und wieder aus der Pfanne nehmen, damit er nicht verkohlt. 
  3. Seitan in Stücke schneiden und mit gehacktem Ingwer anbraten.
  4. Währenddessen mit dem gerösteten Sesam und Limone, Apfelessig, Honig, ein paar gehackten Minz- und Basilikumblättern, ordentlich Pfeffer und etwas Salz eine Marinade zubereiten. 
  5. Marinade unter den Seitan mischen.
  6. Gemüse mit Currypulver oder -Paste abschmecken.    
  7. Erst das Gemüse, dann den marinierten Seitan auf den Teller geben und mit jeweils 2-3 kleinen Blättern Minze und Basilikum verzieren.
  8. Einen fruchtig, trockenen Weisswein einschenken, anstoßen und genießen.  

Seehecht mit Gambas auf Spinatrisotto in der Klostermühle 

Sowohl kuschelig im Winter in der Gaststube, als auch luftig unter Bäumen im Weinguts-Garten: die Klostermühle schafft es mit wenig Aufwand Gastfreundschaft und Gemütlichkeit zu zelebrieren. Sehr überrascht waren wir von diesem auf Spinatrisotto gebettetem Seehecht mit Gambas. Ein Augenweiden-Teller bei dem einfach alles gepasst hat. Präsentation, Geschmack und Preis: für 16 Euro 50 muss man lange suchen, um eine gleiche oder bessere Qualität zu finden.

Fenchel-Melonen-Salat mit Mandel-Limetten-Tofu

Etwas leichtes, was auch zu später Stunde noch gut bekommt, ist dieser frische Sommersalat. Wer ihn einmal probiert hat fragt sich wahrscheinlich ebenso wie wir, warum man diese Kombi nicht schon viel früher in den Speiseplan aufgenommen hat. 

(Für 2 Personen)

  1. Das Fruchtfleisch einer Netzmelone in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Eine große Fenchel-Knolle in relativ schmale Streifen schneiden. 
  3. Vinaigrette mit Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, Salz, Pfeffer und ein paar kleingeschnittenen Blättern Minze abschmecken und untermischen.
  4. 200 Gramm Tofu würfeln und mit Mandelstückchen goldbraun anbraten. Die Mandelstückchen erst gegen Ende dazugeben, sonst verbrennen sie leicht. Zum Schluss mit Limettensaft ablöschen. (Wer kein Tofu mag, kann auch Schafskäse- oder Ziegenkäsewürfel drüberstreuen. Dann die Mandelstückchen alleine anbraten und nicht mit Limette ablöschen.)
  5. Salat auf die Teller oder in die Schüssel und den noch warmen Tofu oben drauf.
  6. Fresh appetite!

Bärlauch-Naturreis-Risotto mit grünem Spargel

Am Pfingstwochenende haben wir erfolgreich den Frühling gejagt und immer wieder Sonneninseln im Taunus gefunden. Zum Abschluss gab’s gestern noch ein echtes Frühlingsgericht, wo das Pesto vom Bärlauch aus dem Bad Vilbeler Stadtwald zum Einsatz kommen durfte. Super einfach und gleichzeitig super lecker.

(Für 4 Personen)

  1. Spargel waschen. Das untere Drittel schälen. Trockene Enden abschneiden. Den Spargel in mundgerechte Stücke schneiden,   samt “Verschnitt” in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und noch eine Prise Salz hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel 4-5 Minuten köcheln. Das kostbare Spargelwasser nicht in den Abfluss, sondern in ein Gefäss abgießen. Wird noch verwendet!
  2. Jetzt die Zwiebel würfeln und mit Olivenöl in einer großen Pfanne anschwitzen. 250 Gramm Risotto-Naturreis “Arborio” dazugeben und bei regelmäßigem Rühren glasig werden lassen.  
  3. Reis mit zwei Gläsern Weisswein ablöschen und 45-60 Minuten (Natur-Reis braucht immer etwas länger) köcheln lassen. Zwischendurch nach und nach auch das Spargelwasser dazugeben. Sollte es verbraucht sein und das Risotto noch weitere Flüssigkeit brauchen, einfach Wasser nachschütten, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat (manche mögen es bissfest, andere lieber weichgekocht). 
  4. 100-150 Gramm Bärlauchpesto und 50-100 Gramm Parmesan untermischen. 
  5. Den Spargel in einer Pfanne nochmal kurz scharf anbraten, bis er hier und da eine leichte Farbe bekommt.
  6. Den Spargel bis auf die Spitzen unterrühren. 
  7. Risotto auf die Teller geben.
  8. Spargelspitzen oben drauf verteilen.
  9. Noch etwas Parmesan drüberreiben und etwas Olivenöl drauftröpfeln.
  10. Pfeffer drüber.
  11. Grünen Appetit!